Stipendium für die Ausbildung zum Fahrlehrer

Hier vergeben wir ein Stipendium für die Ausbildung zum Fahrlehrer.

Voraussetzungen für den Beruf Fahrlehrer:

Eignung und Zuverlässigkeit
Nach dem Fahrlehrergesetz kann eine Fahrlehrerlaubnis erwerben, wer geistig, körperlich, fachlich und pädagogisch geeignet sowie persönlich zuverlässig ist.
Ihre geistige und körperliche Eignung weisen Sie durch ein ärztliches Zeugnis nach. Ihre persönliche Zuverlässigkeit wird anhand eines Führungszeugnisses überprüft, das Sie bei Ihrer zuständigen Meldebehörde beantragen.

Die fachliche und pädagogische Eignung zum Fahrlehrer legen Sie durch die erfolgreiche Absolvierung der verschiedenen Fahrlehrerprüfungen dar.

Mindestalter
Für die Erlangung der Fahrlehrerlaubnis ist ein Mindestalter von 21 Jahren vorgeschrieben.
In Einzelfällen kann Ihre zuständige Straßenverkehrsbehörde auch Ausnahmen von dem Erfordernis des Mindestalters genehmigen. Bitte fragen Sie dort nach.

Mit der Ausbildung können Sie jedoch bereits vor Vollendung des 21. Lebensjahres beginnen.

Vorbildung
Eine bestimmte Schulbildung ist nicht vorgeschrieben.
Sie benötigen lediglich eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem anerkannten Lehrberuf oder eine gleichwertige Vorbildung.

Als gleichwertige Vorbildung werden unter anderem folgende Schulabschlüsse anerkannt:
Allgemeine Hochschulreife (Abitur), fachgebundene Hochschulreife (Fachabitur), Fachhochschulreife.

Auch bei einigen anderen Abschlüssen (wie z.B. Dienstgrad des Unteroffiziers bei der Bundeswehr) kann auf die Berufsausbildung verzichtet werden.

Führerscheine

Einstiegsvoraussetzungen
Um Fahrlehrer werden zu können, benötigen Sie je nach Fahrlehrerlaubnisklasse verschiedene Führerscheine. Ferner müssen Sie die jeweiligen Führerscheine schon seit einer gewissen Zeit besitzen.

Für die Durchführung der fahrpraktischen Prüfung im Rahmen der Fahrlehrerprüfungen müssen Sie gegebenenfalls Ihre bereits vorhandenen Führerscheine noch ergänzen.

Für die praktische Prüfung benötigen Sie die Fahrerlaubnis der Klasse B

Der Ablauf der Ausbildung zum Fahrlehrer

Die Ausbildung für Bewerber der Fahrlehrerlaubnis BE verläuft in 2 Phasen und erstreckt sich über einen Zeitraum von ca. 12 Monaten.

1. Ausbildungsphase: Theoretische und praktische Ausbildung in einer Verkehrsfachschule

In einer Fahrlehrerausbildungsstätte besuchen Sie für 8 Monate den Grundausbildungslehrgang BE, in dem Ihnen alle, die für die Fahrlehrerprüfungen notwendigen Kenntnisse, umfassend vermitteln werden.

Die Ausbildung umfasst dabei in einem theoretischen Teil neben den Bereichen Fahrschulpädagogik, Verkehrsverhaltenslehre und Straßenverkehrsvorschriften auch allgemeinrechtliche Grundkenntnisse sowie ein Basiswissen zur Kfz-Technik.

Vorkenntnisse aus dem pädagogischen, rechtlichen oder technischen Bereich sind für die Ausbildung nicht erforderlich.

In einem fahrpraktischen Ausbildungsteil werden Sie ferner durch Fahrlehrer für die fahrpraktische Prüfung zu einem verkehrsgerechten, gewandten und umweltbewussten Fahrer weitergebildet.

Neben der Vermittlung der prüfungsrelevanten Kenntnisse und Fertigkeiten werden Sie auch zielgerichtet auf die zweite Ausbildungsphase bei uns als Ausbildungsfahrschule vorbereitet. In Rollenspielen planen und gestalten Sie einzelne Theoriestunden sowie auch praktische Fahrstunden, um sich Einblicke und Erfahrungen im Anleiten eines Fahrschülers zu verschaffen.

Um die Fahrlehrerausbildung in einer Verkehrsfachschule mit der späteren Ausbildung in unserer Ausbildungsfahrschule frühzeitig mit einander zu verzahnen, kommen Sie deshalb auch bereits im 1. Ausbildungsmonat für ein 2-wöchiges und im 5. Monat für ein 1-wöchiges Praktikum zu uns in Ihre Ausbildungsfahrschule.

Bei der Suche nach einer Fahrlehrerausbildungsstätte in sind wir gerne behilflich.

Der Zeitraum zwischen der schriftlichen und mündlichen Fachkundeprüfung beträgt ca. 2 – 4 Wochen. Damit Sie „im Stoff bleiben“, bietet Ihnen die Fahrlehrerausbildungsstätte für diese Zeit ein kostenfreies Prüfungstraining („Quiz“) zur Vorbereitung der mündlichen Prüfung an.

2. Ausbildungsphase: Praktikum in einer AusbildungsfahrschuleNach erfolgreicher Absolvierung der „Fahrpraktischen Prüfung“ und der „Fachkundeprüfungen“ erhalten Sie eine „Anwärterbefugnis“ (= befristete Fahrlehrerlaubnis). Mit dieser „Anwärterbefugnis“ absolvieren Sie nunmehr ein 4-monatiges Praktikum bei uns in Ihrer Ausbildungsfahrschule. Bei uns werden Sie in den täglichen Ablauf eines Fahrschulbetriebes eingebunden. Bei Praktikumsbeginn begleiten Sie Ihren Ausbildungsfahrlehrer, später bilden Sie dann selbständig Fahrschüler in Theorie und Praxis aus.

Auch während des Praktikums bleibt die Ausbildung in der Ausbildungsfahrschule mit der Ausbildung in unserer Verkehrsfachschule verzahnt. Sie kehren deshalb im 2. Monat des Praktikums für 2 Tage und am Ende des Praktikums für 1 Woche zu einem Reflexionsseminar in unsere Ausbildungsstätte zurück. Diese Seminare dienen dem Austausch und der Aufarbeitung der bisher von Ihnen im Praktikum gesammelten Erfahrungen.

Diese 2. Ausbildungsphase ist nur für die Grundfahrlehrerlaubnis BE erforderlich.